{"id":213,"date":"2011-09-10T12:44:51","date_gmt":"2011-09-10T10:44:51","guid":{"rendered":"http:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/?page_id=213"},"modified":"2020-09-30T12:49:33","modified_gmt":"2020-09-30T10:49:33","slug":"aktuelles","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/?page_id=213","title":{"rendered":"Historisches"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchle zu D\u00f6litz wurde 1540 erstmalig urkundlich erw\u00e4hnt und geh\u00f6rte zum Besitz des Ritterguts und sp\u00e4teren Wasserschlosses D\u00f6litz. Zuvor jedoch gab es bereits eine M\u00fchle in D\u00f6litz, die vermutlich urspr\u00fcnglich durch den Leinebach gespeist wurde. Nach Rodungen des Auwaldes verloren viele Fl\u00fcsse ihre Schubkraft wodurch im 13. Jahrhundert die M\u00fchlplei\u00dfe durch fl\u00e4mische Siedler k\u00fcnstlich angelegt wurde. Seit dieser Zeit steht die Wasserm\u00fchle an heutiger Stelle. An der M\u00fchlplei\u00dfe befanden sich ehemals noch die L\u00f6\u00dfniger und die Connewitzer M\u00fchle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des 30-j\u00e4hrigen Krieges mussten 1636 die Gutsherren von Crostewitz wegen Verarmung ihr Rittergut mitsamt der M\u00fchle an Herrn Georg von Winckler, einen Leipziger Kaufmann, verkaufen. Georg von Winckler lie\u00df ein Jahr nach Friedensschluss des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges 1649 das schadhafte Plei\u00dfenwehr und die D\u00f6litzer M\u00fchle umfangreich erneuern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur V\u00f6lkerschlacht 1813 wurde die M\u00fchle beim Kampf um das Torhaus D\u00f6litz in Brand geschossen und brannte fast vollst\u00e4ndig nieder. Am 16 Oktober, 3 Uhr Nachmittags r\u00fcckten die \u00d6sterreicher von Raschwitz her vor. Die erste Kanonenkugel traf die herrschaftliche M\u00fchle, welche dann am Abend in Flammen aufging. Der damalige Gerichtssch\u00f6ffe Herr Gottlieb Vollhardt (wohnhaft in dem noch heute erhaltenen kleinen Lehmhaus am Goethesteig) hat das Ereignis in einem Augenzeugenbericht wiedergegeben. Im Jahr 1814 wurde die M\u00fchle in nur einj\u00e4hriger Bauzeit wieder errichtet. Das Oberm\u00fcllerhaus ist das einzige weitere erhaltene Geb\u00e4ude aus dieser  Zeit. Die M\u00fchle verblieb bis 1927 im Besitz der Familie von Winckler. Dann verkauften die Erben des letzten Schlossherren, Georg Ernst von Winckler den Gutsbesitz mitsamt M\u00fchle an die Stadt Leipzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 1920 bis 1951 stand die M\u00fchle still und wurde als Wohn- und Lagerhaus genutzt. Hier wohnten bis zu acht Familien, darunter auch eine sechsk\u00f6pfige Sinti-Familie, die am 1.3.1943 mit der letzten zentral angeordneten Deportation nach Auschwitz-Birkenau gebracht und ermordet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Nachkriegsjahren wurde alles Brennbare aus den Geb\u00e4uden gebrochen. Die M\u00fchlentechnik blieb aber weitestgehend erhalten. 1952 erfuhr die stark besch\u00e4digte M\u00fchle erneut eine Renaissance. Der M\u00fcllermeister Gerhard Eschenhorn aus Lindenthal pachtete sie f\u00fcr 30 Jahre von der Stadt und wagte einen Neubeginn. Er erneuerte die M\u00fchle auf eigene Kosten und setzte die Wasserkraftanlage mit zwei Francisturbinen wieder in Gang. Die M\u00fchle war bis zum Jahr 1974 in Betrieb. Die nichtsachgem\u00e4\u00dfe Stilllegung hat zum Verfall der M\u00fchle beigetragen, die M\u00fchlentechnik und das gesamte Geb\u00e4ude verblieben in einem bedauernswerten Zustand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/D\u00f6litzer-M\u00fchle-ca.im-Jahr1940.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-549\" title=\"D\u00f6litzer M\u00fchle ca. 1940\" src=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/D\u00f6litzer-M\u00fchle-ca.im-Jahr1940-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\"><\/a><a href=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/M\u00fchle-verfallen-e1316604261100.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-518\" title=\"M\u00fchle Flussseite verfallen\" src=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/M\u00fchle-verfallen-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\"><\/a><a href=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Halbrelief-e1316604289241.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-521\" title=\"Halbrelief\" src=\"https:\/\/doelitzer-wassermuehle.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Halbrelief-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die M\u00fchle zu D\u00f6litz wurde 1540 erstmalig urkundlich erw\u00e4hnt und geh\u00f6rte zum Besitz des Ritterguts und sp\u00e4teren Wasserschlosses D\u00f6litz. 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